Opfer

Durch Bindungsforschungen sind wir besonders auf die Bedeutung von Trennung und Verlust hingewiesen worden.

Sie sollten nicht als “sowieso” nötig o.ä. abgewertet, sondern in ihnen die Opfersituation berücksichtigt werden.

Nicht so selten können sich Opfer posttraumatisch zu Tätern wandeln. Trennungserfahrungen und Verlusterlebnisse beeinträchtigen die Adversivierung von Bindungsqualitäten und können auf andere soziale Beziehungen übertragen werden.

Das “Fassungslose” wird durch Umwandlungen und Verfälschungen in das bestehende unterbewußte System integriert und dann noch häufig genug dogmatisiert.

Für die Sozialarbeit bedeutet dies, stets nach erlittenen Trennungs- und Verlusterfahrungen zu fragen.